Zum Inhalt springen
umkehren_by_Friedbert_Simon_pfarrbriefservice

Fastenzeit

Shalömchen, mit dem Aschenkreuz auf der Stirn sind wir mitten drin in der Fastenzeit.

Die Asche symbolisiert unsere Menschennatur, unsere Grenzen, unsere Vergänglichkeit. Im Zeichen des Kreuzes gewinnt unsere Vergänglichkeit aber eine neue Bedeutung, sie steht unter einem anderen Horizont.

Das Kreuz steht für Jesus Christus, und an diesem Kreuz – und damit an Jesus - richten wir uns – nicht nur, aber besonders - in der Fastenzeit immer wieder neu aus. Sein Leben zeigt uns einen Weg zu mehr Menschlichkeit, zu mehr Miteinander und Versöhnung.

„Ich will euch heute eine neue wichtige Lebensregel von Gott mitgeben: Liebt euch gegenseitig! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch gegenseitig lieben! In dem Maße, wie man das bei euch sehen kann, dass ihr euch liebt, werden die Leute, die nicht an Gott glauben, merken, dass ihr zu mir gehört.“, so heißt es sinngemäß nach Joh 13,34-35.

Die Fastenzeit ist eine gemeinsame Zeit, um allein, aber auch in Gemeinschaft, sich neu auszurichten und wieder neu in Jesus sich festzumachen, altdeutsch: Umkehren.

Verzichten auf das ein oder andere hilft dabei, um Gewohnheiten neu zu bedenken, frei zu werden für neue Wege und gute Werke zu tun.

Umkehren, fasten, verzichten ist so eine Art Freiheitskampf… im wahrsten Sinne des Wortes...

Das, was uns im Alltag so belastet, bedrängt - nutzen Sie die Gottesdienste, um all das für eine Weile draußen zu lassen, zur Ruhe zu kommen. Schauen Sie mal auf die Seiten 13 und 14 hier im Pfarrbrief, auch Andachten zur Fastenzeit oder Frühschicht sind „im Angebot“… - und ein persönliches Gebet „geht immer“, z.B. dieses nach Jesaja 58:


"Herr, unser Gott,
lehre uns ein Fasten, das dir gefällt.
Brich unsere Herzen auf, nicht nur unsere Gewohnheiten.
Hilf uns, die Fesseln der Ungerechtigkeit zu lösen und Unterdrückte freizulassen.
Öffne unsere Hände für die Hungrigen,
unsere Türen für die Obdachlosen
und unsere Herzen für die Nackten und Bedürftigen. 

Wenn wir so handeln, lass dein Licht in unserer Finsternis aufleuchten wie die Morgenröte.
Lass unsere Wunden schnell heilen und Gerechtigkeit vor uns hergehen. 

Führe uns, HERR, stets,
gib uns Kraft im dürren Land und mach uns wie einen bewässerten Garten,
wie eine Quelle, deren Wasser niemals versiegt. 

Schenke uns die Gnade, Risse zu schließen und Ruinen wieder aufzubauen,
damit wir Boten deiner Erneuerung sind.
Darum bitten wir im Namen Jesu.
Amen."

 

Ihr Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran