
April 2025: Sind Sie auch dabei? Beim Leben retten?
Blutkrebs ist nach wie vor die häufigste Form von Krebs bei Kindern, so unvorhersehbar, weil er sich nicht erklären lässt, plötzlich da ist und jeden treffen kann. Trotz verschiedener Therapiemöglichkeiten können viele letztlich ohne eine Stammzellspende nicht überleben. Mit der Suche nach einem geeigneten Spender beginnt immer auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Darum ist es wichtig, dass es eine große Spenderdatei. Dazu braucht es nur Ihre Zeit, einen Abstrich – und die Bereitschaft, im Falle der Fälle bereitzustehen.
In 90 % der Fälle erfolgt eine benötigte Stammzellspende über eine Blutspende, beim Rest wird Knochenmark in einer kleinen OP aus dem Beckenkamm entnommen.
Weltweit so vielen Blutkrebspatienten wie möglich eine zweite Lebenschance zu geben, dafür setzt sich die DKMS – die Deutsche Knochenmarkspendedatei – seit über 30 Jahren ein. Entstanden ist diese mittlerweile internationale gemeinnützige Organisation durch ein Familienschicksal: für Mechthild Harf war damals eine Knochenmarkspende die einzige Möglichkeit, ihre Leukämie zu besiegen. Doch zur damaligen Zeit gab es hier gerade einmal 3.000 registrierte potentielle Stammzellspender. Ihr Ehemann Peter wurde selbst initiativ und gründete 1991 gemeinsam mit dem behandelnden Arzt seiner Frau die DKMS. Bereits im ersten Jahr stieg die Anzahl der registrierten Spender auf 68.000. Heute sind es mehr als 12,5 Millionen. Bis heute konnte die DKMS mehr als 120.000 Stammzellspenden vermitteln. Trotz aller Anstrengungen überlebte Mechthild Harf ihre Krankheit leider nicht, aber sie nahm ihrem Ehemann das Versprechen ab, weiter zu kämpfen. Dem ist Peter Harf zusammen mit seiner Tochter treu geblieben. Ist es nicht ein Geschenk zu wissen, dass jeder von uns ein Leben retten könnte?
Blutkrebs ist nicht immer in unserem Bewusstsein, oft erst dann, wenn in der Familie oder im Freundeskreis jemand erkrankt, oder wenn Aktionen gestartet werden für Einzelschicksale vor Ort. Aber auch ohne „konkreten Anlass“ kann man helfen und sich einmalig registrieren lassen, um im Falle des Falles – wenn es „matched“, also „passt“ – zum Lebensretter werden zu können.
Grundsätzlich kann sich jeder hierzulande - zwischen 17 und 55 und gesund - registrieren lassen. Mit dem Fragebogen auf der Website der DKMS kann man sehr schnell herausfinden, ob man geeignet ist. Das alles kostet nicht mehr als 5 Minuten Zeit. Jeder wünscht sich doch, eine gute Tat zu vollbringen. Ganz einfach geht das mit der DKMS: nur „Mund auf, Stäbchen rein“.
Diese Registrierung kostet natürlich nichts. Die spätere weitere Analyse im Labor muss aber die DKMS finanzieren. Darum hilft es auch sehr, wenn man zusätzlich, soweit möglich, etwas Geld dafür spendet.