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Oktober 2026:Sei mutig und stark…

Was für ein tolles Motto des diesjährigen Sonntags der Weltmission, der – so nebenbei - zum 100. Mal und dessen Eröffnung in diesem Jahr „bei uns“ in Aachen stattfindet.

Was für ein tolles Motto des diesjährigen Sonntags der Weltmission, der – so nebenbei - zum 100. Mal und dessen Eröffnung in diesem Jahr „bei uns“ in Aachen stattfindet. Nicht nur das Motto beeindruckte mich, auch das Begleitheft dazu. Viele Texte, Impulse daraus sprechen mir „quasi aus dem Herzen“. Darum möchte ich dieses Mal Raum geben für viele dieser wunderschönen Texte aus dem Begleitmaterial.

 „Sei mutig und stark.“  - dieses Leitwort der diesjährigen Aktion ist leichter gesagt als getan. Kann denn ein Mensch sozusagen auf Knopfdruck mutig und stark sein?
Mut und Stärke lassen sich kaum befehlen. Meistens lernen Menschen sie durch Beispiele. Und durch Gemeinschaft. Und durch Glauben.

Ordensleute wie Schwester Marie und Schwester Aurélie, die auf dem Aktionsplakat abgebildet sind, geben uns ein gutes Beispiel, denn sie machen sich stark für die Menschen im Land. Gottes Zuspruch „Sei mutig und stark“ ist in ihnen so lebendig, dass sie ihn weitergeben können und dadurch ihr Heimatland lebenswerter machen.

Nadine Ortmann drückt es so aus: Die beiden Schwestern stehen im Wasser. Sie lachen, breiten die Arme aus, als wollten sie sagen: Hier ist Leben. Das Meer glitzert in der Sonne. Der Himmel ist weit.

Ein Moment, der leicht wirkt. Fast unbeschwert. Fast zu leicht.

Das Meer, das hier glitzert, nimmt auch.
Es frisst Land. Es bringt Stürme. Es entscheidet darüber, ob am Abend etwas zu essen auf dem Tisch steht.  Die Menschen in Kimony auf Madagaskar leben vom Fischfang. Von dem, was der Tag bringt. Oder eben nicht bringt.

Steigender Meeresspiegel, fehlendes Trinkwasser, zerstörerische Zyklone – all das gehört hier zum Alltag. Und doch stehen diese beiden Frauen genau hier.

Mitten im Wasser. Mitten im Leben der Menschen.
Sie unterrichten Kinder, wo Bildung nicht selbstverständlich ist. Sie versorgen Kranke, wo Hilfe fehlt. Sie arbeiten mit Frauen, die jeden Tag neu anfangen müssen. Sie bleiben, wo andere gehen.

„Sei mutig und stark“, heißt es im Buch Josua. Mut zeigt sich nicht nur in großen Gesten. Er ist nicht laut, nicht spektakulär. Manchmal zeigt er sich einfach darin, zu bleiben. Da zu sein. Tag für Tag. Die Schwestern leben diesen Mut.

Ihr Glaube wird konkret. Im Unterricht. In der Pflege. Im Zuhören.

Das Plakat lädt uns ein, genauer hinzusehen. Hinter das Lächeln, hinter die Weite.

Und es stellt uns eine Frage: Wo stehen wir?

Am Rand – oder trauen wir uns weiter ins Wasser? (nach Nadine Ortmann)

 

Es sieht also so aus, als würden auch das Meer und die Sonne für Schwester Marie und Schwester Aurelie den göttlichen Zuspruch bekräftigen. Sei mutig und stark.

Dieses Wort will auch heute an der Seite der Menschen sein. So wie es damals Josua galt, den Christen in Madagaskar und weltweit, gilt das auch heute für uns hier in Wegberg und wartet in uns auf eine Antwort.

 


Wann waren Sie zuletzt mutig?
Welche Ihrer Stärken setzen Sie zum Wohle anderer ein?
Und wie fest vertrauen Sie auf Gottes Hilfe?
Seien Sie „mutig und stark“ – voll Vertrauen auf Gottes Begleitung.

 

Das wünsche ich uns allen,

 

Ihr Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran