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Gedenkstein

November 2026:Mache dich auf und werde Licht!

Shalömchen - „kleiner Friede“, ich setze auf diesen kleinen Frieden im Alltag, denn der ist mir möglich, ist alltagstauglich.

Wünschen tue ich mir natürlich, mit vielen anderen auch, gerade in diesen Zeiten den „großen Frieden“: Shalom. Ich glaube und hoffe auf Shalom.

Gerade der November ist ein Monat mit vielen Facetten. Traditionell gedenken wir an Allerheiligen unserer Verstorbenen. Wir erinnern uns an die vielen Toten der Kriege am Volkstrauertag. Und auf den 9.11. fällt eine Reihe von Ereignissen, die für Deutschland eine besondere Bedeutung hatten: u.a. Novemberrevolution (1918), Hitlerputsch (1923), Reichspogromnacht (1938) und der Mauerfall (1989). Alles schon lange her, ist immer schon mal wieder zu hören…
Natürlich sollen wir nicht in der Vergangenheit leben - aber aus der Vergangenheit sollte sich etwas lernen lassen. Darum ist der Blick zurück wichtig, auf das, was passieren kann. Darum ist es wichtig, die Erinnerung daran wach zu halten als Mahnung und Ermutigung - gerade in diesen unsicheren Zeiten. Denn: Demokratie ist nicht selbstverständlich.

Demokratie ist mehr als nur eine Staatsform. Demokratie eine Lebensweise, die niemanden ausschließt, in der man seine Meinung frei äußern kann, in der auch die Schwachen Schutz und Gehör finden, die auf einem Grundgesetz steht, das für alle gleich gilt. Sie lebt von Freiheit, Beteiligung und gegenseitigem Respekt.

Darum sollten wir Demokratie nicht nur dankbar wertschätzen, wir sollten sie darüber hinaus auch aktiv leben, indem wir unsere Stimmen nutzen, Verantwortung übernehmen und uns einbringen, da wo wir sind und es uns möglich ist.
Mit bewusstem Blick auf unsere Vergangenheit: „Frag nicht was du getan hättest, frag dich, was werde ich tun“ – damit unsere Lebensweise auch in Zukunft möglich ist.

Wir alle – Staat und Zivilgesellschaft – stehen in der Verantwortung, nach gemeinsamen Lösungen für anstehende Probleme zu suchen. Hass und Hetze und die Suche nach einem Sündenbock helfen dabei nicht weiter…

In diesen dunkler werdenden Zeiten hilft auf jeden Fall Licht. Auch in den November fällt der Namenstag unseres Pfarrpatrons. Teilen ist sein Programm, seine Lebensweise, die er an Jesus ausgerichtet hat. Jedes Jahr gehen unzählige Kinder mit ihren Laternen auf die Straße und bringen Licht in die Dunkelheit. Und wir feiern seinen Namenstag am 15.11. um17 Uhr in unserer Pfarrkirche beim Patronatsfest. Der Hl. Martin teilt dieses Fest, in diesem Jahr mit unserem Diakon, dem wir zu dessen „10jährigem“ gemeinsam gratulieren und mit unserem neuen Gemeindereferenten, den wir herzlich willkommen heißen. Und außerdem: der Wunschweihnachtsbaum von Sankt Martin HILFT ist auch wieder dabei – gelebtes Teilen…. Seien Sie ganz herzlich willkommen und teilen Sie Ihre Zeit mit uns, um uns gegenseitig zu stärken in einer großen Gemeinschaft und mit dieser Hoffnungsgeschichte den Widrigkeiten und Dunkelheiten dieser Welt Licht entgegenzusetzen.

Mache Dich auf und werde Licht!

Ihr Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran