Kevelaer-Bruderschaft St. Rochus Rath-Anhoven

Früher waren die Rather gemeinsam mit den Kückhovenern nach Kevelaer gezogen, ohne im Vorstande vertreten zu sein. Am 28. Februar 1843 versammelten sich die Rather mit den Kückhovenern und waren sich darüber einig, daß Rath jetzt die gleichen Rechte erhielt. Es wurde vereinbart, daß ein Präfekt abwechselnd aus jeder Pfarre jährlich gewählt wurde; ebenso der Rechnungsführer. Im Jahre 1847 trennte man sich. Das Vermögen wurde wieder geteilt.

Zum ersten Male seit 1938 unternahm die Pfarre im September 1946 wieder eine Fußwallfahrt nach Kevelaer mit 116 Teilnehmern und 6 Mann Musik, Wegen der Lebensmittelknappheit war für die Verpflegung in Süchteln, Straelen und Kevelaer vorher gesorgt worden. Die Rather Bauern hatten wegen der Lebensmittelspende kräftig mitgeholfen. Die Übernachtungen geschahen in Notquartieren. Seit Jahren pilgert die Pfarre regelmäßig um den 8.September herum (Maria Geburt) nach Kevelaer.

Im Jahre 1962 bestand die Kevelaerbruderschaft 125 Jahre. Die Jubiläumswallfahrt fand am 15. September statt. In Kevelaer wurden 520 Teilnehmer gezählt. Das feierliche Hochamt wurde in St. Antonius gehalten. Kirchenchor und Musikverein, Bruderschaft mit Schützenkönig verschönten die endlos lange Prozession.

Ende der sechziger Jahre wurde die Zahl der Fußpilger immer geringer (Betriebsferien, Wohlstand !?). Der Vorstand beschloss daher. die wallfahrt von 4 auf 3 Tagen zu verkürzen. Der Pilgerweg verlief früher: Rath-Rheindahlen-Hardt-Süchteln (Übernachtung zurück) Grefrath-Wankum Straelen (Übernachtung hin)-Walbeck-Kevelaer (Übernachtung).

Heute zieht die Prozession: Rath-Rickelrath-Boisheim-Hinsbeck (Übernachtung zurück) durch den Wald nach Straelen – Walbeck – Kevelaer (Übernachtung). Eine kleine Strecke wird mit dem Bus zurückgelegt. Der Traktor mit Anhänger hat das Pferdefuhrwerk längst abgelöst.

56 Fußpilger zogen im Jubiläumsjahr 1977 (140 Jahre) nach Kevelaer. Zusammen mit den Buspilgern, dem Kirchenchor und dem Musikverein feierten sie das Festhochamt, dass von Pater Franz Hendrickx zelebriert wurde.

Die Brudermeister nach dem 2. Weltkrieg: Josef Heussen, Anhoven, Theo Minkenberg, Hubert Wirtz (Schmied), Hans Kaminski, Rath.

 

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